Gemeinde Kappel-Grafenhausen - Leben in Rheinkultur

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Passend zur 800-jährigen urkundlichen Ersterwähnung von Kappel im nächsten Jahr hat die Gemeinde Kappel-Grafenhausen eine 300 Jahre alte Originalurkunde aufgekauft. Auf unserem Bild überreicht Bernd Schellenberg im Beisein von Claudia Santo die Urkunde an Walter Batt und Rudi Rest als Mitglieder des Arbeitskreises.

Passend zur 800-jährigen urkundlichen Ersterwähnung von Kappel im nächsten Jahr hat die Gemeinde Kappel-Grafenhausen eine 300 Jahre alte Originalurkunde aufgekauft. Sie stammt aus dem Besitz einer älteren Dame im Schwäbischen, die als junges Mädchen im Jahre 1952 mehrere Originalurkunden aus dem Zeitraum 1671 bis ca. 1800 im Nachlass ihres Urgroßvaters gefunden und aufbewahrt hatte. Eine der Urkunden hat einen Umfang von 18 Seiten und ist datiert vom 12. August 1717 und gesiegelt und unterschrieben vom Erzpriester Franz Sigebert Dornblück aus Seelbach. Sie trägt die Überschrift Inventarium über Pfarrkompetenz zu Cappell am Rhein und beinhaltet die Ländereien und Besitztümer der Pfarrgemeinde. Herr Bernd Schellenberg, ein in Lahr aufgewachsener, in Stuttgart lebender und historisch interessierter Bekannter der älteren Dame verhinderte, dass die Urkunden bei einem Wohnungsumzug entsorgt wurden. Er erinnerte sich seiner Nachkriegskontakte mit der Familie Santo in Grafenhausen und bekam so Verbindung zum Arbeitskreis Historie der Doppelgemeinde.

Der Urgroßvater als ehemaliger Besitzer der Kappler Urkunde war Leiter des Zollamts in Kehl und besaß weitere Urkunden vor allem aus dem klösterlichen Bereich. Man kann annehmen, dass er als historisch interessierter Bürger die Schriftstücke aufbewahrte bevor diese, die in der Zeit der Klösterauflösung im Rahmen der Säkularisation vielen Menschen zugänglich waren, verloren gingen. Die Kappler Urkunde soll nun noch vor dem Jubiläumsjahr wortgetreu übersetzt werden.