Gemeinde Kappel-Grafenhausen - Leben in Rheinkultur

no_flash

Seiteninhalt

Zu einem Vortragsabend

an diesem Donnerstag, dem 17. November 2016, um 19:30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Kappel (Rathausstraße 2, Ortsteil Kappel) – und nicht wie ursprünglich angekündigt in der Naturschutzstation Taubergießen –

laden wir alle Interessierten herzlich ein. Aufgrund des großen Interesses wurde die Veranstaltung in das Rathaus Kappel verlegt.

Derzeit werden die „Wilden Weiden Taubergießen“ nach Norden hin erweitert. Darüber hinaus fasste der Gemeinderat kürzlich den Beschluss, dass auf Grundlage der Schonwaldverordnung zukünftig auch Wälder westlich der Elz beweidet und so in einen lichten Eichen-Ulmen-Hutewald überführt werden sollen. Bürgermeister Jochen Paleit wird einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand und die Ziele dieses Naturschutzprojektes geben.

Wir freuen uns, dass der Veterinärmediziner Dr. Martin Straube mit seinem Vortrag zur Biologie der Kleinen Hufeisennase darstellen wird, wie möglicherweise auch diese von den „Wilden Weiden Taubergießen“ profitiert, aber auch wie dieser so selten gewordenen Fledermausart durch die Bereitstellung von Quartieren geholfen werden kann.

Dr. Herbert Nickel von der Georg-August-Universität Göttingen thematisiert in seinem Vortrag, wie die so weit verbreitete Mahd teilweise sogar zum Aussterben einiger Arten beitrug. Der Biologe wird aufzeigen, wie unbedeutend die Mahd in der Naturgeschichte war und daher unsere Pflanzen und Tiere viel besser an eine Fortsetzung der Jahrmillionen währenden Beweidung angepasst sind.

Anhand von Beispielen aus Süd- und Osteuropa wird die hierzulande längst verlorene, aus heutiger Sicht geradezu unglaubliche Artenvielfalt aufgezeigt, die auch bei uns mit dem Projekt „Wilde Weiden Taubergießen“ wieder Wirklichkeit werden kann.

Der Vortragsabend wird gemeinsam ausgerichtet von dem Bezirksverband Südbaden des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) Alsace, der französischen Schwesterorganisation des NABU, und der Gemeinde Kappel-Grafenhausen.