Gemeinde Kappel-Grafenhausen - Leben in Rheinkultur

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19KW_Naturschutzstation

„Runderneuert“ und mit neuer Funktion präsentiert sich das ehemalige Zollgebäude am Rheinübergang Kappel/Rhinau. Der Bezirksverband Südbaden des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) richtete hier in den vergangenen Monaten die Naturschutzstation Taubergießen ein, die als Anlaufstelle für die zahlreichen Besucher eines der größten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg dienen soll. Zusätzliche, grenzüberschreitende Qualität erhält die Einrichtung durch die Kooperation mit der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) Alsace, der französischen Schwesterorganisation des NABU. Die personelle Besetzung der Station aus beiden Verbänden und die gemeinsame Durchführung geplanter Projekte kennzeichnen die bereits begonnene konstruktive Zusammenarbeit. Getragen und finanziert wird die Station über eine Stiftung durch den NABU Südbaden, organisatorisch unterstützt durch die benachbarten NABU-Gruppen Emmendingen und Ettenheim sowie die LPO Elsass.

Dank des beträchtlichen Engagements ehrenamtlich tätiger Mitglieder konnte die Station einer intensiven Renovierung, Umgestaltung und Einrichtung unterzogen werden. Hierbei war von großem Vorteil, dass man sich auf Fachkräfte wie Maler, Elektriker, Schreiner, Schlosser, Grafiker und auch auf Allrounder stützen konnte.

Die Naturschutzstation Taubergießen wurde nun Mitte vergangener Woche offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Naturschutz, Verwaltung und Öffentlichkeit erläuterte Dr. Martin Neub, Vorsitzender des NABU Südbaden, die Entstehung und nahm gemeinsam mit dem Kappel-Grafenhausener Bürgermeister Jochen Paleit und Alain Willer von der LPO Elsass in Vertretung von Präsident Yves Muller die offizielle Eröffnung vor. Weitere Grußworte durch den NABU-Landesvorsitzenden Dr. Andre Baumann und den stellvertretenden Leiter des Referats 55 – Naturschutz und Recht – des Regierungspräsidiums Freiburg, Holger Steenhoff, hoben die Bedeutung der Einrichtung für die Besucher des Naturschutzgebietes hervor und wünschten gutes Gelingen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das Gitarren-Duo „Saitenwind“.

Das Nutzungskonzept für die Station sieht eine attraktive Information und eine kompetente Betreuung der Besucher des Taubergießen-Naturschutzgebiets an exponierter Stelle vor. Hierzu gehören fachkundige Führungen angemeldeter Gruppen durch die beiden Angestellten Dr. Gabriele Weber-Jenisch (NABU) und Philippe Fahrner (LPO) sowie weiterer Unterstützer aus beiden Verbänden. Ausstellungen und Veranstaltungen in der Naturschutzstation informieren zu wechselnden Themen mit Bezug zum Taubergießen. Tätigkeiten im Freien tragen zur naturverträglichen Besucherlenkung und zum verantwortungsbewussten Verhalten im Schutzgebiet bei. Hierfür wird unterstützend derzeit ein Faltblatt erstellt. Mittelfristig ist auch eine Beteiligung an Entwicklungsprojekten im Gebiet anvisiert.

Die Station wird weiterhin als Sammelpunkt für den ehrenamtlichen Naturschutzdienst dienen und hierfür auch optimiert werden.

Für die kommende Zeit sind bereits folgende Veranstaltungen geplant (nähere Informationen zu gegebener Zeit):

29. Mai 2016, 14:30 – 17:30 Uhr:      „Wilde Weiden Taubergießen“ – NABU Freiburg, offen für alle (Treffpunkt: Station)

19. Juni 2016:             „Streifzug durch den Taubergießen“ – NABU Kreis Emmendingen,
offen für alle

19./21. Juli 2016:        „Wilde Weiden Taubergießen“ – öffentliche Führung

31. Juli 2016:              Naturkundliche Führung (Schmetterlingsweg) – Freizeitspaß im Ried

02. August 2016:        Naturkundliche Führung (Orchideenweg/Fahrradtour) – Freizeitspaß im Ried

10. August 2016:        Familienwanderung im Naturschutzgebiet (Orchideenweg) – Ferienprogramm Gemeinde Kappel-Grafenhausen

01. September 2016:  Ausflug auf dem Kormoranweg zum Rhein – Ferienprogramm Gemeinde Kappel-Grafenhausen

16. Oktober 2016:      Familienaktion der NABU-Gruppen Emmendingen/Ettenheim/Lahr


Bild:
Die Naturschutzstation Taubergießen wurde im Beisein zahlreicher Gäste aus Naturschutz, Verwaltung und Öffentlichkeit offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Unser Bild zeigt (von links): den Bürgermeister von Kappel-Grafenhausen Jochen Paleit, den Vorsitzenden des NABU Südbaden Dr. Martin Neub, von der LPO Elsass Alain Willer in Vertretung von Präsident Yves Muller, den stellvertretenden Leiter des Referats 55 – Naturschutz und Recht – des Regierungspräsidiums Freiburg Holger Steenhoff und den NABU-Landesvorsitzenden Dr. Andre Baumann. Bild: Gemeinde Kappel-Grafenhausen